Schülermeinung Stefanie-Pruy

Sandkorn + Sandkorn + ………= Berg !

Ich bin’s, die Stephanie Pruy, eine von den drei Steffis bzw. Stephanies, also : bitte nicht verwechseln. Unverwechselbar war unser Theaterprojekt- obwohl es schon ein paar Monate zurückliegt, kann ich mich noch sehr gut daran erinnern.Als erstes wurde unsere Klasse in zwei Gruppen geteilt , eine davon spielte mit Frank Grünert „normales“ Theater, die andere konzentrierte sich unter Fridolin Zaugg auf Improvisationstheater. Frau Bernhardt, unsere Klassenlehrerin, sprintete von einer Gruppe zur anderen , spielte bei uns mit, gab Tipps und fotografierte, was das Zeug hielt.

Ich hatte an das Projekt einige Erwartungen gestellt: ich konnte mir gut vorstellen, dass unsere Gruppe wie schon im vorigen Schuljahr jede Menge Spaß am Spielen haben würde, was sich später auch bestätigte. Als wir z. B. Wortteppiche „herstellten“( jeder muss sich einen Begiff, dann mehrere merken und an bestimmte Personen weitergeben, bis der Kreis sich schließt), gab es am Anfang ein ziemliches Chaos. Bei diesem Spiel kommt es auf die Zuverlässigkeit jedes einzelnen an, was zugleich ein Problem war.

Später machten wir uns daran, Situationen zu dem Erfurter Amoklauf darzustellen. Dieses Thema beschäftigte alle. Also machten wir uns Gedanken , wie es den Betroffenen zumute gewesen sein muss und wie man so einen Schmerz überhaupt lindern kann. Wichtig war natürlich bei diesem ernsten Thema, überzeugend zu spielen und nicht lachen zu müssen. Für einige war das ein Problem, andere hatten Angst, vom Publikum belächelt zu werden. Die entscheidendste Szene war sicher das Fallen der 17 Schüsse. Wir begriffen schnell, wie sehr es beim Spielen auf die Augen ankommt.

Als wir hörten, dass unser geplantes Schulfest wegen der Ereignisse in Erfurt auf unsere Theatervorführung reduziert wurde, standen wir ziemlich unter Erfolgsdruck. Ich hatte den Eindruck, dass jede Gruppe mit der anderen mitfieberte und deren Leistung würdigte.Das half allen. Auch Frau Bernhardt und unsere Spielleiter waren aufgeregt und im Nachhinein, als alles gut geklappt und das Publikum wie wild geklatscht hat, erleichtert und stolz auf das, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben.

Ich finde, dass unsere Klasse durch dieses Projekt noch an Zusammenhalt gewonnen hat. Mir selbst ist klar geworden, dass eine komplette Gruppe viel mehr erreichen kann als ein einzelner.
Stephanie Pruy

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